Dienstag, 8. Juli 2008

Maui-Trip, Part 4 ("It's a bit challenging" oder "gut, das wir geländegänige Flip-Flop's haben!")

Mit der Fahrt nach Hana haben wir das Ziel verbunden, den einzigen Strand Hawaii's mit roten Sand anzusehen und dort ein- zwei Stündchen zu verweilen. Die Beschreibung aus dem Reiseführer folgend kamen wir dann irgendwann auch am Hana-Maui Hotel an und parkten unseren Mietwagen und sahen uns fragend um. Ein amerikanisches Pärchen, das wohl ebenfalls an diesem Strand war, fragte uns ob wir zu "Red Sands" wollen - YES! Der Mann hat uns den Weg beschrieben - wir sollten über ein Feld und dann wäre da ein Trampelpfad und er hat meinen persönlichen Satz des Tages gesagt: "It's a bit challenging" (es ist eine kleine Herausforderung). Wir also los - der "Trampelpfad" ging zunächst fast senkrecht ca. 50 Höhenmeter Richtung Meer runter und führte uns vom Meer aus wieder die Steilküste hoch um die Felsen herum. Nur gut, dass wir heute unsere geländegängigen Flip-Flop's angezogen hatten ;-)) Nach ca. 30 min. kraxeln haben wir dann glücklich Red Sands erreicht. Vorteil dieser Unzugänglichkeit ist, dass wir die komplette Bucht nur mit vier weiteren Leuten teilen mussten. In der Bucht haben wir noch ein bisschen geschnorchelt und auch ein paar Fische gesehen, bevor wir nach ca. 1,5 Stunden den beschwerlichen Rückweg angetreten haben.

















Sonntag, 6. Juli 2008

Maui-Trip, Part 3 (Hana und der Weg dorthin)

Die zweite Tour des Tages sollte nach Hana an Maui's Ostküste gehen. Allein die Straße nach Hana wird nach dem Haleakala-Vulkan als "zweite große Attraktion" von den Werbeblättchen und Reiseführern beschrieben. Um 9.30 Uhr sind wir losgefahren und haben über Maui's Hauptstadt Kahului den Highway 360 oder "Hana-Highway" erreicht. Die Fahrt wurde zu einem echten Erlebnis. Der Hana-Highway geht auf ca. 80 km fast immer direkt an Maui's nördlicher Steilküste entlang und es bieten sich auf der teilweise nur einspurig befahrbahren Straße (Highway's sind vergleichbar mit unseren Landstraßen) spektakuläre Aussichten auf den Pazifik. Damit aber nicht genug. Insbesondere die Serpentinen, die unzähligen kleinen, sehr schmalen Brücken und der "Urwald" durch den man fährt machen die Fahrt zu einem echten Event. Für die gut 70 km benötigt man etwa 2 - 2,5 Stunden, je nachdem, wie oft man an einem "Scenic Point" anhält um Wasserfälle oder andere Sehenswürdigkeiten zu fotografieren. Höchstgeschwindigkeit auf dieser Straße sind 25 Meilen (rund 40 km/h), aufgrund der Strecke waren aber selten mehr als 10 - 15 Meilen drin. Hana selbst ist ein kleines Dorf mit einigen wenigen Hotels einer Schule und ein paar Stränden. Vor dem Ortseingang gab's eine Rast mit frischem Bananenbrot - wollten wir doch mal kosten, nachdem wir mittlerweile an mehreren "Banane-Bread"-Ständen vorbeigekommen sind - hat gut geschmeckt!






Suchspiel: Wo ist das Auto?


Direkt an der Straße in einer von gefühlten 10.000 Kurve - und sie sind tatsächlich gesprungen - Höhe ca. 10 -12 m!!

Maui-Trip, Part 2 (Sunrise am Haleakala)

Heute sollte die Fahrt dorthin gehen, wo der Sage nach der Halbgott Maui einst die faule Sonne eingefangen hat, weil die nur drei oder vier Stunden pro Tag scheinen wollte. Maui hatte Erfolg und die Sonne musste ihm -um aus der Gefangenschaft wieder zu entkommen- versprechen, zukünftig mindestens einen halben Tag lang zu scheinen. Seither heißt der Vulkan "Haleakala" - Haus der Sonne.

Ich bin um 2.30 aufgestanden um auf den Gipfel des Vulkans Haleakala zu fahren. "Der faszinierendste Sonnenaufgang der Welt" steht in meinem Reiseführer. Unterwegs bei Foodland noch schnell einen Kaffee und was zum "Frühstück" geholt und dann konnte die ca. zweieinhalbstündige Reise beginnen. Die letzten 37 Meilen (rund 60km!) von der Anreise waren Serpentinen. Am Visitor Center auf 9740 ft. (= 2969 Meter) Höhe um ca. 5.15 Uhr angekommen war der Parkplatt schon brechend voll. Das am Vortag prognostizierte gute Wetter lockte wohl sehr viele Urlauber hierher. Bis zum Sonnenaufgang um 5.49 Uhr war noch eine halbe Stunde Zeit, das Thermometer zeigt 46° Fahrenheit (knapp 8° Celsius) - brrrrrrr. Ich habe mich zwischen ein paar Menschen am Geländer in der "ersten" Reihe gedrängelt und gewartet - und es wurde kälter und kälter. Einige standen im T-Shirt und Shorts da, andere hatten sich die Decke aus ihrem Hotelzimmer umgehangen - verrückt! Als ich auf dem Gipfel ankam war es noch stockfinster - am Horizont konnte man lediglich einen kleinen schmalen rot / grün / blauen Streifen erkennen. Von Minute zu Minute wurde es nun aber heller und pünktlich um 5.49 Uhr kam dann die Sonne über die letzte Wolke und vor mir tat sich der Krater des Haleakala auf - eine unglaublicher Anblick. Mein Reiseführer hatte nicht zuviel versprochen!

Großartig war ein älteres amerikanisches Ehepaar, das ein paar Meter entfernt von mir stand. Kurz nachdem die Sonne die Wolke hinterleuchtet hat (wie auf dem vierten Bild von oben) sagte er zu ihr: "We did it - let's go home" (etwa : "wir haben's gesehen - lass uns heimfahren") und zwei Minuten später waren sie bereits wieder auf dem Heimweg - sensationell!!




















Samstag, 5. Juli 2008

Maui-Trip, Part 1

Also das Aufstehen um 4.00 Uhr morgens ist schon schwierig - aber wir mussten bereits um 5.00 Uhr an Pier 19 sein, wo die Hawaiian Superferry -das Verkehrsmittel unseres Vertrauens, das uns nach Maui bringen sollte- ablegt. Auf der Fähre hatte man gleich mal einen tollen morgendlichen Anblick von Downtown Honolulu


Die Überfahrt dauert ca. 3,5 Stunden - ist doch noch ein ganzes Stück... Auf Maui angekommen haben wir dann erstmal unseren Mietwagen abgeholt und sind in das Hotel in Wailea gefahren. Da habe ich echt was schönes ausgesucht. Die Zimmer sind riesig - bei uns wäre das mindestenes eine Suite und das Hotel besteht aus vielen kleinen Häuschen, wo die Zimmer untergebracht sind - mal ein echter Gegensatz zu den Bettenburgen von Waikiki. Einen Superausblick auf den Pazifik haben wir von unserer Terasse ebenfalls.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Die ersten Midterms sind geschafft

So, das hätten wir dann also auch geschafft - die ersten Midterms in Investment Analysis sind rum.

Meik freut sich und unser Dozent - Philip Viehl im Hintergrund kann nur erahnen, welche Aufgabe bei der Korrektur der Klausuren auf ihn wartet... Nunja, wenn man auch solche Fragen stellt - eine Aufgabe hätte gelangt: "Simply write down everything you have heard in my lectures" (Schreiben Sie alles auf, was wir im Unterricht gemacht haben...). Aber egal - rum ist rum und morgen geht's nach Maui - HURRAY!!



Und Klasse was die Amis so alles drauf haben - gerade als wir von der Prüfung wieder nach Hause kommen feuern die am Aloha-Tower ein Riesen-Feuerwerk ab. Der ein oder andere könnte vermuten, dass es sich dabei eventuell um die Einleitung des morgigen Independence Days handeln könnte - ich denke, dass das "Hooters" am Aloha-Tower sich einfach darüber freut, dass wir nun wieder etwas mehr Zeit haben um dort vorbei zu schauen ;-))

Mittwoch, 2. Juli 2008

Langsam wird's ernst

Jetzt sind wir schon seit fünf Wochen auf Hawaii. Kaum zu glauben aber wahr. Am Sonntag nach der deutschen Niederlage war ich den Rest des Tages an der Northshore am "Sunset Beach" und habe mich auf die am Donnerstag anstehende Klausur vorbereitet und natürlich auch das schöne Wetter genossen - am Sonntag war echtes Traum-Strandwetter - kaum eine Wolke und das ist auf Hawaii und insbesondere an den Nordküsten schon eine Seltenheit! Auf dem Weg dorthin habe ich mir bei Foodland auch noch für 20 "Bucks" ($$$) einen Schnorchel zugelegt und werde, sobald es zeitlich wieder passt, die Unterwasserwelt mit "offenen Augen" erschrecken. Der Sunset Beach hat abends seinem Namen alle Ehre gemacht und einen tollen Sonnenuntergang präsentiert - leider sind dabei ein paar Wolken aufgezogen aber trotzdem: schöööööööööööööön!!!





Montag morgen waren wir dann endlich bei dem TB-Test, den hier jeder Student machen muss - das hatten wir in den ersten Tagen vor lauter Terminen total vergessen - man bekommt einen Tropfen einer Flüssigkeit in den Arm unter die Haut gespritzt und muss zwei Tage später wieder in das Medical Center um das Ergebnis "ablesen" zu lassen - bis jetzt ist der Arm noch dran und zeigt auch sonst keine Auffälligkeiten - hoffen wir das Beste ;-)

Nachmittages hatten wir wieder Entrepreneurship bei Joy Barua und haben die bislang eingereichten zwei Papers zurückbekommen. Sowohl Meik als auch ich hatte jeweils ein "A" und waren damit glücklich. In der Vorlesung hat er uns dann noch mitgeteilt, was in den nächsten Wochen noch so alles ansteht - neben der Erstellung eines 12-seitigen Businessplanes, sind noch zwei weitere Papers einzureichen und ein vorgegebener Businessplan von Jack Daniels und Johnny Walker, die auf Hawaii Shrimps züchten wollen, zu präsentieren und zwar in Zweiergruppen. Und um den Spaßfaktor noch ein wenig zu steigern hat der gute Joy die Zweiergruppen schonmal eingeteilt. Peter Sun ist der Mann meines Vertrauens - Peter ist Koreaner und sein Englisch klingt, als ob er mehrere Wolldecken in seinem Mund versteckt hält - da habe ich mich richtig gefreut. Meik heißt ab sofort Eva, weil sein Partner ist Adam aus den USA - der hatte es aber eilig und konnte Meik grad' noch so seine Telefonnummer zurufen bevor er abgezischt ist. Heute (Dienstag) haben wir wieder den ganzen Tag damit zugebracht die Case Analysis 2 für Joy anzufertigen, die wir in der kommenden Woche abgeben müssen. Morgen und am Donnerstag vormittag steht dann Lernen für die Midterms auf dem Plan. Den "Urlaub" auf Maui übers Wochenende haben wir uns echt verdient.

Sonntag, 29. Juni 2008

*grmpf* und Wochenrückblick


Blöd...Spanien ist Europameister! Zu Spielbeginn waren wir noch überzeugt, dass Deutschland gewinnt!!!

Wir werden gleich mal zum Strand fahren und uns da etwas vom "frühen Aufstehen" erholen (ist ja Sonntag heute). Ausserdem kann man da schon mal in die Unterlagen für die Midterms am kommenden Donnerstag schauen. Wir haben an diesem Wochenende ein Auto über den deutschen Anbieter billiger-mietwagen.de gebucht - ist wegen den Versicherungen günstiger. Das Büro des Vermieters zu finden war am Freitag schon ein echtes Drama - die angegebene Adresse stimmte nicht und so sind wir erst mal gut zwei Stunden den Highway hoch und runter gelaufen, um das neue Büro zu finden (haben bei der Konkurrenz einen netten Mitarbeiter gefragt, der uns den Weg sagen konnte...). Die ATV-Tour auf der Kualoa-Ranch (dort wurde u.a. Godzilla, Jurrassic Park und Lost gedreht) konnten wir dann auch knicken - wir sind zwar noch 10 min. vor der letzten Tour dort angekommen, allerdings waren die Touren für dieses gesamte Wochenende (!) leider schon ausgebucht. Müssen wir dann ein anderes Mal machen

Große Klasse während der gesamten Europameisterschaft waren die Aussagen der amerikanischen Kommentatoren im TV - "the mighty Germans" oder "German tanks....". Die Leistung von Jens Lehmann wurde auch heftig kritisiert - die haben hier echt keine Ahnung vom Fußball.